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Yoga & Meditation

Yoga & Meditation

Über die Meditation und das Meditieren als solches, ist schon so unglaublich viel geschrieben worden. Ich verzichte aus diesem Grund auf die x-te Begriffsklärung.

Die Meditation hat den Weg in mein Leben über das Yoga gefunden. Dem Yoga begegnete ich 2005. Es war Liebe auf den ersten Blick.

Ich begegnete dem Yoga in einem Fitness-Studio. 2002 hatte das Aspria in Berlin eine wirklich beeindruckende Yoga-Location geschaffen. Sie war auf einer Etage mitten in diesem Fitness-Tempel arrangiert. Ich wahr sehr neugierig was mich erwarten würde. Gut möglich, dass ich schon immer etwas beweglicher war, aber das war nicht der Rede wert. Ich kam sehr schnell an meine Grenzen. Ich spürte jede Faser und jeden Muskel meines Körpers. Ich schwitzte und atmete auf meiner Matte und wusste einfach nur, dass ich zunächst im sportlichen Sinne angekommen war.

Einige Wochen besuchte ich die Kurse dort und lernte sehr schnell, dass Qualität und Intensität sehr stark davon abhängig waren, welcher Lehrer oder vielmehr welche Lehrerin unterrichtete. Mein Gefühl sagte mir, das es in Sachen Yoga in einer Stadt wie Berlin, noch mehr geben musste. Und ich hatte Recht. Patricia Thielemann hatte in 2004 in den Rosenhöfen ihr erstes Yogastudio „Spirit Yoga“ eröffnet. Als ich diesen einmaligen Ort das erste Mal betrat, hatte das schon fast etwas Magisches.

Ich besuchte seitdem nie wieder ein Fitnessstudio. Das mit dem Muskeltraining war endgültig Geschichte! Es folgten viele hundert Yogastunden. Und ich fasste den Entschluss bei Patricia Thielemann eine Ausbildung zum Yogalehrer zu machen. Es ging für mich nie darum, Lehrer zu werden. Ich wollte vielmehr tiefer in den Kosmos des Yoga eintauchen. Und das gelang mir auch.

Diese Ausbildung war sozusagen der Beginn meiner vielschichtigen yogischen Entdeckungsreise. Neugierig, wie ich bin, wollte ich selbstverständlich auch andere Yogastile kennenlernen. Und so machte ich mich in gewisser Weise auf den Weg und hatte das große Glück, dass Berlin quasi das Zentrum dieser aufkeimenden Yogastory in Deutschland war. Es wurden regelmäßig Yoga-Workshops und Fortbildungen von wirklich berühmten Lehrern angeboten. Ich schwitzte bei Ana Forrest, lernte meinen Hintern zu entspannen bei Brian Kest und hatte die erste fundierte Begegnung mit dem Atem (take a deep breath in!) und der Mediation bei Max Strom. Der Höhepunkt war ein Workshop mit den leibhaftigen Jivamuktis David Life und Sharon Gannon. Wirklich berührt hat mich seinerzeit der aus Neuseeland stammende Mark Whitwell mit seinem “Yoga of heart“.

Das bis heute im Spirityoga praktiziert Vinyasa Flow faszinierte mich anfangs, weil ich die Dynamik mochte. Wirklich angekommen beim Yoga bin ich bei meinen Lehrern Lalla und Vilas im Anusara Yoga. Auch dort hatte ich das Glück, in Berlin noch das City Yoga in der Oranienburger Straße kennenzulernen. Ich erinnere mich gerne an die Sonntage mit Lalla und Vilas und die legendären „Spielstunden“. Die Liebe zum Anusara Yoga hält bis heute an. Für mich gibt es dazu keine Alternative.

Anfang 2012 hielt ich in einem Buchladen in Palma de Mallorca das „Tibetische Buch vom Leben und sterben“, geschrieben von Sogyal Rinpoche in der Hand. Ich war anlässlich einer Yoga-Immersion (Anusara Yoga mit Lalla und Vilas) dort. In der Pause habe ich dann in der Altstadt den Buchladen entdeckt. Ich hatte bis dahin schon einige „Versuche“ mit der Meditation unternommen. Mein bis dahin „wirrer“ Geist ließ sich jedoch von mir nicht mal ansatzweise zähmen. Es war, als sprang ein wildergewordener Affe durchs Haus. Und je mehr ich es wollte, desto wilder wurde dieser Affe. Ausgehend von der Entdeckung dieses Buches sollte alles anders werden.

Sogyal Rinpoche brachte 1985 die Tradition des tibetischen Buddhismus nach Deutschland. Im Oktober 1987 gründete er mit einem kleinen Kreis von Schülern in München Riga e.V.. In Berlin gibt es seit einigen Jahren in der Soorstraße das buddhistische Zentrum Riga e.V.. Unter dem Titel „What Meditation really is“ fanden dort regelmäßig Meditationskurse statt.

Zurück in Berlin schrieb ich mich sogleich im nächsten verfügbaren Kurs ein. Der Anfang war somit gemacht. Und tatsächlich fand ich hier die für mich notwendigen Grundlagen und meinen Einstieg in eine dauerhafte Meditationspraxis. Diese habe ich seit dem kontinuierlich weiter kultiviert. Ich hatte das Glück, dass ich Sogyal Rinpoche in einem seiner Vorträge sogar noch persönlich begegnen durfte. Das war meine erste Begegnung mit einem echten tibetischen Mönch. Die Art, wie er lehrte, berührte mich von Anfang an. Er verstarb im August 2019 in Thailand. Glücklicherweise findet man bei Youtube heute noch genügend Aufzeichnungen seiner Lehrreden und Satsangs.

Obwohl ich sehr neugierig war etwas über den Buddhismus zu erfahren, begeisterte mich anfangs vor allen Dingen die eher undogmatische Herangehensweise in den Meditationskursen bei Riga. Für mich war es nur folgerichtig mich in den kommenden Jahren in die buddhistische Lehre zu vertiefen. Buddhist bin ich jedoch nicht geworden.

Auch wenn es immer wieder Zeiten mit etwas weniger Yoga in meinem Leben gab, ist Yoga dennoch eine wichtige Konstante geblieben. Die yogische Philosophie, maßgeblich das Yoga Sutra des Patanjali ist im Vergleich zur buddhistischen Lehre eher jung (2.-4. Jahrhundert n. Christus). Inhalt, Aufbau und die Lehre als solches sprachen mich immer schon an. Insbesondere Weg über die Nutzung der Asanas (Yogastellungen und körperliche Disziplin) und die Verbindung mit der Atmung (Pranyama) als Voraussetzung für die innere Sammlung (Meditation) haben mich überzeugt bzw. dienen mir bis heute als Richtschnur meiner spirituellen Entwicklung.

So heißt es im Vers 1.2. des Yoga Sutras nach Patanjali

„yogaś citta-vṛtti-nirodhaḥ – Yoga ist jener innere Zustand, in dem die seelisch-geistigen Vorgänge zur Ruhe kommen.“

Und eben dieser Zustand lässt sich meiner Erfahrung nach, in einem gesunden, flexiblen Körper leichter erreichen.

Ich hatte in einem anderen Post erwähnt, dass das Erlangen von dauerhafter Zufriedenheit nicht ohne Anstrengung zu haben ist. Und ja, Yoga kann anstrengend sein. Die gute Nachricht für alle diejenigen, die zwar an der inneren Sammlung interessiert sind, aber (zunächst) noch keine Yogis werden wollen: In der unendlichen Vielfalt des Yoga habe ich ein (Bewegungs-) Konzept gefunden, welches den Körper bei regelmäßiger Praxis ideal für das Sitzen in der Meditation vorbereitet. Diese Praxis lässt sich bequem an den Anfang des Tages setzen. Man benötigt nicht mehr als 20 bis 30 Minuten täglich. Bereits nach wenigen Wochen erleben die meisten dabei sehr intensiv eine enorme Verbesserung ihres körperlichen Wohlbefindens. Ich habe mehr als einmal erlebt, wie Menschen bereits nach einmaliger Wiederholung ihre Rückenbeschwerden, Schmerzen im Bereich der Schultern und in den Knien lindern bzw. beseitigen konnten.

Auch ohne Meditation sind das allein für sich genommen tolle Ergebnisse im Hinblick auf das Erlangen dauerhafter Zufriedenheit, oder?

Der ideale Start in den Tag sieht bei mir so aus, dass ich mindestens 20 bis 30 Minuten meinen Körper auf das Sitzen und den Tag vorbereite und im Anschluss 20 bis 30 Minuten wirklich entspannt in der Mediation sitzen kann. 

In meinen Workshops stelle ich den Teilnehmern mein Wissen zur Verfügung.

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