m-udita.be

Der Atem und das Atmen

Der Atem und das Atmen

Was im Geist geschieht, beeinflusst den Atem, was im Atem geschieht, den Geist.

Wenn wir lernen Einfluss auf den Atem zu nehmen, dann führen mit dem Atem Körper und Geist zusammen. Es geht um das Kultivieren der Atmung und des Geistes. Der Atem wird bewusst. Wir lassen Energie fließen, dadurch gelingt es uns Körper und Geist zusammen zu führen.

Im Grunde ist es mit dem Atmen ganz leicht. Der Atem ist immer da. Wir können gar nicht anders, als zu atmen. Wir müssen gar nicht darüber nachdenken. Wir können Einfluss nehmen auf unseren Atem. Bevor wir das tun, sollten wir uns mit einigen Aspekten des Atmens vertraut machen. Das lohnt sich für alle diejenigen, die den Atem bzw. die Beobachtung des Atems als Ausgangspunkt für die innere Sammlung, für ihre Meditation nutzen wollen.

Es gibt aus meiner Sicht eine wichtigen Punkt gleich am Anfang zu beachten. Jeder von uns hat einen individuellen Atemrhytmus. Und je nach Tageszeit und Form ändert sich dieser. Und dieser Atemrhytmus ist gut!

Beim näheren In-sich-hineinspüren gibt es eine Menge zu entdecken. Wir atmen ein und aus. Logisch, aber beim genaueren Hinsehen ist mal das Eine, mal das Andere länger. Wir atmen vielleicht länger ein, als das wir ausatmen. Nach jedem Atemzug ein- oder aus, entsteht eine fast unmerkliche kleine Pause. Ganz am Ende nach dem Einatmen, kurz bevor der Atem dreht in Richtung Ausatmen. Und dann wieder nach dem Ausatmen, an dem Punkt, wo der Atem kippt, um wieder frische, neue Luft einzuatmen. Das Ausatmen kann als befreiend wahrgenommen werden. Als Akt der Säuberung, das Entlassen der verbrauchten Energie. Auffallend viele Menschen leiden unter Kurzatmigkeit, die sich dadurch ausdrückt, dass sie nicht vollständig ausatmen und permanent angefüllt sind mit verbrauchter Luft. Schon allein diese wenigen Aspekte können wir nutzen in der Atembeobachtung. Wir können mit ihnen spielen. Und dabei vieles entdecken.

Wenn wir einen Schritt weitergehen wollen, dann können wir versuchen unseren Fokus auf das Erspüren des Atems an der Nasenöffnung legen. Wir könnten in uns hineinhorchen, um zu entdecken, dass es ein Atemgeräusch gibt.

Wenn wir etwas vertrauter mit den verschiedenen Aspekten des Atmens geworden sind, dann können wir damit beginnen Einfluss auf unseren Atem zu nehmen. Wir könnten beispielsweise tiefer ein- und ausatmen. Oder wir könnten die kleine Pause nach dem Ein- und Ausatmen künstlich verlängern. Und vielleicht nehmen wir dabei dann schon einen kleinen Moment der Stille wahr.

Vielleicht hast Du gerade eben beim Lesen schon bemerkt. Auch zum Thema Atem und Atmung gibt es vielerlei Erfahrungen, die es auf der Reise zur inneren Sammlung, hin zu einer befriedigenden Meditationspraxis, zu machen gilt.

Noch keine Kommentare vorhanden

Was denkst du?

Lass uns in Verbindung bleiben!